"(...) Das hier dominierende lyrische Besinnen setzte sich bei Beethovens später Sonate op.109 fort, bei der Roland Krüger mit einem sechsten Sinn für Farb-Varianten und Empfindsamkeit überzeugte. Höhepunkt wurde die Wiedergabe der ‚Symphonischen Etüden' von Robert Schumann... Wieder überraschte neben der technischen Bravour eine selbstverständliche Musikalität, die sich in der Gestaltung der prägnant geformten Details wie des großen Spannungsbogens erfahren ließ... Auf diesen jungen Pianisten gilt es zu achten... Man möchte Roland Krüger wiederhören können."
Wiesbadener Tagblatt, Wolf-Eberhard von Lewinski, 28.09.1996
"Bedenkt man die Phantasielosigkeit, mit der viele Klavierabende zusammengestellt sind, weiß man Konsequenz und Einfallsreichtum zu schätzen: Sie zeichneten Roland Krügers Auftritt (...) aus. (...)All die Werke gewannen unter den gewandten Händen Krügers plastische Kontur; zwanglos schlug er Brücken zwischen den Epochen. Beethovens frühe G-Dur-Sonate geriet zur pointierten Delikatesse."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gerhard Schroth, 17.04.1999
"Der eröffnende c-Moll-Akkord in Beethovens "Grande Sonate Pathétique". Bei Roland Krüger ein mächtiger Glockenschlag. Der Stempelaufdruck einer Pianistik von kapitaler Wucht, imperialem Zugriff, höchster Ausarbeitung, Eigenständigkeit, Freiheit. Eines Klavierabends, der in das waghalsig enthemmte und doch souverän beherrschte Presto am Schluss der "Appassionata"-Sonate f-Moll mündet. Und in den prasselnden Applaus des mit Studenten und Klavierenthusiasten dicht besetzten Musikakademiesaals.
Dort gab der neue Hauptfachdozent sein glorioses Kasseler Podiumsdebüt mit einem Programm von einprägsamem Spiegelbild-Profil(...) Roland Krüger schafft beklemmende Erregungsstaus, indem er das Druckgefüge der Harmonie (...) herausschält, um dann die kleinen Oasen der Melodie umso blühender zu entfalten...
Hessische Allgemeine, Siegfried Weyh, 8.12.2004
"(...) künstlerisch scheut der Jungpianist Roland Krüger kein Risiko. (...er) stützte sich bei seinen erfreulichen pianistischen Erkundungen aber nicht nur auf eine sensible und noch im subtilsten Pianissimo plastische Anschlagskultur (...) Noch stärker faszinierte seine Fähigkeit, poetische Züge auch in verschlungenen Charakterstücken hellhörig und liebevoll nachzuzeichnen."
Hannoversche Allgemeine Zeitung, März 1997
"(...) gerade solche Fantastik scheint Roland Krüger herauszufordern. Da kann er den Farbenreichtum seines Spiels zeigen und gleichzeitig seine Fähigkeit zur konturierten, fasslichen Darstellung unter Beweis stellen. Dass ihm das trotz knalliger Akustik der Arbogast-Kirche durchgehend gelang, ist an sich schon bewundernswert genug. (...) Der Gestaltenreichtum der "Davidsbündlertänze" aber, der Kontrast vom stürmischen "Florestan"- mit dem lyrischen "Eusebius"-Gestus, ihre Überlagerung kann kaum deutlicher herausgearbeitet werden. Und Strawinskys "Petruschka"-Klavierparaphrase, die lange genug als kaum spielbar galt, kam mit einer derart sportiven Selbstverständlichkeit daher, dass dies allein schon die Rede vom Ereignishaften gerechtfertigt hätte. Hinzu trat ein Gestaltungsvermögen, die dem Text geradezu orchestrale Plastizität verlieh und schlicht verblüffte."
Basler Zeitung, Markus Erni, 21.11.2002
"(...)Und daß man für das lebensvolle A-Dur-Konzert (Mozart)(...)so einen jungen, sympathischen Mozart-Spieler wie Roland Krüger(...) an den Flügel setzen konnte, machte das Frohmaß voll. Seine Spielmanieren sind untadelig. Es gibt in diesem Konzert Dialoge zwischen Solist und Orchester, die man nicht oft mit soviel heiterer Eleganz vorgestellt bekommt. Aber daneben gingen auch Mozarts Doppeldeutigkeiten nicht verloren."
Bonner Rundschau, 10.09.1996
"Man kann ein klassisches Klavierprogramm populistisch interpretieren oder mutig. Roland Krüger, hoffnungsvolles Talent des vom Deutschen Musikrat ausgewählten ‚Podiums Junger Solisten' entschied sich für die zweite Variante. Was auf den ersten Blick nach einem höchst konventionellen Abend aussah... entpuppte sich als pianistische Erlebnistour."
Badische Zeitung Freiburg, 17.04.1997
" ...on aura apprécié une Appassionata dans laquelle l'artiste fait montre d'une compréhension évidente de l'écriture beethovenienne: on flambe littéralement à l'écoute d'un travail du timbre qui agit en ligne de force. En témoignent des sonorités fantasmagoriques projetées dans un èdifice polyphonique à l'exubérance borrominienne.... Last but not least, une Suite de Petrouchka qui confirme la variété stylistique de Krüger, tant le clavier y est symphonique, intimiste ou luxuriant."
La Libre Belgique (Brüssel), Stéphane Dado, 12.05.1999
"Il vient au piano avec l'assurance d'un maitre, y étand son jeu avec un métier déjà patiné par l'expérience d'une belle carrière, parlant d'égal à égal avec l'orchestre. ...il sait d'emblée construire und architecture, affirmer une rhétorique, donner sens aux élans torturés et parfois tortueux de la partition, là où ses rivaux s'essoufflent ou tournent en rond."
Le temps (Genf), Jean-Jacques Roth, 29.11.2001
"Sa maturité, sa rigueur, sa clarté et la hauteur avec laquelle il a abordé cette oevre secondaire (Schumann op.92) disaient assez ce qu'il pouvait donner dans le 3ème Concerto de Bartok, où il a brillé par la limpidité de sa conception et l'ampleur de sa sonorité."
Tribune de Genève, Sylvie Bonier, 28.11.2001